In dieser Überschrift stecken gleich zwei Wörter, die entsprechend geneigte Leser „triggern“ könnten: „OODA“ ist ein strategisches Prinzip aus dem amerikanischen Militär, und „Zauberei“ hört sich für viele doof, kitschig und natürlich völlig unrealistisch an: Harry Potter, ne, is klar.

Ich steige zuerst beim zweiten Punkt ein. Zauberei, am simpelsten definiert als Vorgehensweisen, um Erfolgschancen zu steigern, am abgehobensten vom Erzgroßmeister Aleister Crowley erklärt als „the Science and Art of causing Change to occur in conformity with Will“ („die Wissenschaft und Kunst, Veränderungen in Übereinstimmung mit dem Willen hervorzurufen“), funktioniert tatsächlich. Dr. Dean Radin, ein weltweit bekannter „ernsthafter“ Wissenschaftler und Forscher, stellt seit vielen Jahren Versuchsreihen auf, um herauszufinden, ob wir Menschen kraft unserer Gedanken und dazugehöriger Rituale Einfluß auf unsere physikalische Umgebung haben. Seine Ergebnisse sind eindeutig: Ja, wir können. Dr. Radins Untersuchungen finden Anklang bei noch viel renommierteren Kollegen, darunter ein Nobelpreisträger für Physik, eine Nobelpreisträgerin für Chemie und die ehemalige Vorsitzende der Amerikanischen Vereinigung der Statistiker, einer der größten Gruppen ihrer Art.

Nochmal, um das wirklich deutlich zu machen: Führende Naturwissenschaftler unterstützen die in Labortests bewiesenen Forschungsergebnisse Dr. Radins, der sagt: Magie existiert, und sie funktioniert, und wir können sie lernen.

Ah, noch eins: Über Zauberei werde ich demnächst viel mehr schreiben. Sie ist brauchbar, in jeder Hinsicht. Ein Werkzeug, das wir in Kombination mit unseren anderen Methoden verwenden können. Ich persönlich tue das seit langer, langer Zeit. Was kann ich sagen? Es funktioniert!

Aber jetzt zum ersten Triggerwort: OODA. Es ist die Abkürzung für „Observe, Orient, Decide, Act“ — Beobachten, Orientieren, Entscheiden, Handeln. OODA ist eine unendliche Schleife; wenn wir alle Schritte durchlaufen haben, fangen wir wieder von vorne an.

Beobachten

Was passiert gerade? Wie beinflußt es mich? Welche Veränderungen will ich erreichen (oder keine)? Die Antworten sind immer gefärbt von unserem derzeitigen gesundheitlichen, geistigen und seelischen Zustand.

Orientieren

Wo stehe ich gerade? In welchem Verhältnis stehe ich zu dem, wohin ich will? Habe ich Arbeit? Eine Beziehung? Bin ich gesund? Oder krank? Depressiv? Bin ich zuhause? Im Ausland? Die Antworten auf diese Fragen beeinflussen die Qualität meiner Entscheidung. Wohin möchte ich? Was will ich?

Entscheiden

Jetzt muß ich mir eine Marschrichtung aussuchen. Wenn diese Richtung „alles bleibt beim Alten“ lautet, dann ist das auch eine Entscheidung. Aufbauend auf den beiden vorherigen Schritten, Beobachten und Orientieren, wird diese Marschrichtung mir helfen oder mich hindern, mein Ziel zu erreichen. Muß ich unbedingt meinen lauten Nachbarn per Zauberspruch gefügig/leise machen, oder reicht es vielleicht auch, über meinen Schatten zu springen und ihn freundlicher zu behandeln? Ist es wirklich sinnvoll, tausend traditionelle Geister zu beschwören, um mein häusliches Chaos zu beseitigen, oder würde ein gründlicher Hausputz inklusive Ausmisten wahre Wunder bewirken?

Handeln

Jetzt handle ich. Entweder bleibe ich auf der Spur, auf der ich mich gerade befinde, oder ich gehe in eine neue Richtung. Schrittweise Veränderung oder radikaler Umsturz? Meditation und Opfergaben oder gleich ins Kloster?

Und jetzt beginnt alles wieder von vorn. Ich beurteile meine Situation. Was hat sich verändert (Beobachten)? Wo stehe ich jetzt (Orientieren)? Was mache ich (Entscheiden)? Und los (Handeln)!

Fallstricke

Als ehemaliger Trainer für realitätsbasierten Selbstschutz und Militärkampf und jemand, der seit Jahrzehnten praktisch okkult/esoterisch/magisch praktiziert, habe ich Erfahrung in der Anwendung der OODA-Schleife. Es gibt Schwachstellen, und die liegen immer beim Anwender:

Wir wissen oft, was wir wollen, aber nicht, was wir brauchen. Eine der traditionellen Fragefolgen im tibetisch-buddhistischen Chöd-Ritual, in dem der Praktizierende visualisiert, von seinen Dämonen bei lebendigem Leib gefressen zu werden, lautet: „Dämon, was willst du? Dämon, was brauchst du?“. Je mehr Klarheit wir über diese unterschiedlichen Punkte haben, desto schneller kommen wir zum Ziel. Wir verrennen uns in lebenslangen Fantasien, wenn wir die Realität unserer Situation falsch einschätzen oder verdrängen. Der Sturz aus solchen Luftschlössern ist in aller Regel sehr, sehr schmerzhaft, manchmal sogar vernichtend.

Es ist entscheidend, die OODA-Schleife permanent anzuwenden. Die Welt verändert sich ständig, jede Sekunde. Was wir heute beobachten, kann morgen vielleicht schon völlig anders sein. Deshalb: dranbleiben.

Was ist denn dein Ziel? Gesundheit? Aber warum rauchst du dann immer noch wie ein gebrochener Schlot und schaufelst Kohlehydrate in dich rein? Gesundheit ist nicht dein Ziel, das ist klar. Deine Handlungen definieren dein Ziel. Und dein Ziel bestimmt deine Handlungen. Zu guter Letzt: Ihr habt natürlich bemerkt, daß ihr OODA für alle Bereiche in eurem Leben einsetzen könnt; ein universelles Werkzeug, das euch mit Sicherheit helfen wird.

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