Leider kenne ich den Namen des Künstlers nicht.

Meine religiöse Basis ist „der Hinduismus“. Basis deswegen, weil ich voll und ganz daran glaube und diesen Glauben auch praktiziere. Und in Anführungszeichen deswegen, weil es „den Hinduismus“ ja nicht gibt, er ist nur ein westlicher Sammelbegriff für tausende von Religionen, die in Indien praktiziert werden. Fast allen ist ihnen gemein, daß sie an die Existenz der Seele glauben. Die ist schwer zu definieren, vielleicht könnte man sie als „Lebensfunke“ bezeichnen. Die Seele schlüpft bei der Geburt eines Wesens in den Körper eben dieses Wesens und „beseelt“ ihn.

Jede Seele ist in Wirklichkeit ein Teil des Göttlichen, ein Teil Gottes. Wenn sich zwei Lebewesen ineinander verlieben, dann erkennen sich die Seelen der beiden wieder — denn in Wirklichkeit, jenseits der Körper, die wir gerade tragen, kennen wir die Menschen, mit denen wir in Liebe verbunden sind, schon seit unzähligen Jahrmillionen. Seit Millionen von Wiedergeburten kennen wir uns. Diese Liebe zieht sich durch unsere Wiedergeburten, bleibt bestehen. Und irgendwann, irgendwann, treffen wir dann wieder auf die Seele(n), die wir seit Anbeginn aller Zeiten lieben. Das obige Bild wirkt beispielsweise auf Mexikaner überhaupt nicht beunruhigend. Ihre Kultur behält den Tod, das Sterben, im täglichen Andenken. Wir Deutschen haben da so unsere Probleme damit. Wir möchten unser Leben möglichst so verbringen, daß wir mit Tod nichts zu tun haben. Um Gottes Willen! Nur weg damit. Dabei hat die Akzeptanz des Todes (der nichts anderes ist als das Gegenteil des Lebens, also völlig natürlich) die erstaunliche Eigenschaft, uns gefestigter und ruhiger zu machen. Nicht umsonst meditieren und kontemplieren auch christliche Mönche, ihren hinduistischen und buddhistischen Kollegen gleich, über unsere Vergänglichkeit.

Mir gefällt das Bild so gut, weil es zeigt, daß Liebe zeitlos ist. Selbst, nachdem wir gestorben sind (die Skelette als Symbol dafür), lieben und lachen und feiern wir weiter. Nur halt woanders, in einem anderen Körper.

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